Ein letztes Mal leuchten die Nächte zwischen Wäldern und Seen. Das 3000GRAD Festival findet vom 7. bis 9. August zum 15. Mal in der Feldberger Seenlandschaft statt. Danach ist Schluss an diesem besonderen Ort.
Die Veranstalter ziehen weiter. Der Grund sind steigende Kosten. Vor allem die umfangreichen Vorgaben für das Festivalgelände drücken auf das Budget.
Das 3000GRAD steigt mitten in einem Naturschutzgebiet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Entsprechend streng sind die Regeln. Ein langer Bauzaun muss das Gelände von der geschützten Landschaft trennen. Shuttlebusse bringen die Gäste zum Festival und wieder zurück.
Laut Kreisverwaltung haben sich die Auflagen zuletzt nicht verschärft. Ihre Umsetzung wird trotzdem jedes Jahr teurer. Kraftstoffpreise, Transport und Infrastruktur reißen immer größere Löcher in die Kasse.
Bis zu 5.000 Menschen tanzten in den vergangenen Jahren beim 3000GRAD. Das günstigste Ticket kostet aktuell knapp 140 Euro.
Wir verbinden das Festival längst nicht nur mit elektronischer Musik. Zwischen wummernden Bässen warten Theater, Workshops und schräge Wettbewerbe. Selbst der legendäre Arschbomben-Battle gehört zum Programm.
Ganz verschwinden soll das 3000GRAD nicht. Für das kommende Jahr suchen die Organisatoren einen neuen Veranstaltungsort. Wo die nächste Ausgabe ihre Zelte aufschlägt, ist noch offen.
Fest steht: Die Feldberger Seenlandschaft bekommt im August ihren letzten großen 3000GRAD-Tanz.
