Vier Tage Festival, mehr als 100 Acts und 60.000 Menschen vor den Bühnen. Das Deichbrand in Nordholz ist am Sonntagabend mit der Übertragung des WM-Finales zu Ende gegangen.
Wir haben ein Festival erlebt, das groß wirkte, aber erstaunlich entspannt blieb.
„Wir sind wahnsinnig happy“, sagte Organisator Marc Engelke nach dem Wochenende. Das Gelände an der Wurster Nordseeküste war zum 14. Mal in Folge ausverkauft. Zum abschließenden Public Viewing rechnete das Team noch einmal mit rund 10.000 Gästen.
Rise Against, Sido und Scooter liefern ab
Musikalisch war das Wochenende dicht gepackt.
Die US-Punkrocker Rise Against standen genauso auf dem Programm wie das Berliner Duo SDP. Auch Sido brachte seine Tracks nach Nordholz. Scooter sorgten mit dröhnenden Beats und maximaler Energie für Festival-Eskalation.
Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler spielten auf den verschiedenen Bühnen. Der Ablauf blieb stabil. Laut Engelke startete jedes Konzert pünktlich.
Das klingt unspektakulär. Bei einem Festival dieser Größe ist es aber eine starke Leistung.
Sonne, trockene Wege und ein letzter Schauer
Auch das Wetter zeigte sich ungewöhnlich freundlich. Die Besucherinnen und Besucher blieben größtenteils von Dauerregen, tiefem Schlamm und durchnässten Klamotten verschont.
Erst am frühen Sonntagmorgen zog ein kräftiger Regenschauer über das Gelände. Einige Zelte bekamen noch eine kalte Dusche ab.
Mehr Drama gab es nicht.
Polizei meldet nur wenige Vorfälle
Auch aus Sicht der Polizei verlief das Deichbrand ruhig.
Die Einsatzkräfte registrierten nur wenige Straftaten. Dabei ging es vor allem um einfache Körperverletzungen. Einige Menschen versuchten außerdem, ohne gültiges Ticket auf das Gelände zu gelangen.
Größere Zwischenfälle blieben aus.
Für die Abreise erwartete die Polizei ebenfalls keine ernsten Probleme. Rund um das Gelände könne es etwas voller werden und stellenweise stocken. Mit langen Verkehrschaos-Nächten rechneten die Beamten aber nicht.
Vorverkauf für 2027 startet sofort
Nach dem Festival ist vor dem Festival.
Wer 2027 wieder dabei sein möchte, kann sich bereits um Tickets kümmern. Der erste Vorverkauf startete noch direkt auf dem Gelände.
Online gehen die ersten Karten am Montag um 18 Uhr in den Verkauf.
Nach vier lauten Tagen, vollen Bühnen und einer weitgehend friedlichen Stimmung dürfte das Interesse erneut groß sein.
