Jüdische Kultur zieht durch Sachsen

Mit „Via Regia – jüdisch – unterwegs“ startet in Sachsen ein Festival, das Geschichte, Musik und Gegenwart miteinander verbindet. Bis Anfang September 2026 stehen 38 Veranstaltungen auf dem Programm.

Die Route reicht von Leipzig bis Görlitz. Dazwischen warten Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und musikalische Wanderungen.

Wir erleben jüdische Kultur dabei nicht als trockenes Geschichtskapitel. Das Festival zeigt lebendiges Leben. Religion, Feste, Musik, Essen, Erzählungen und Bräuche bekommen Raum.

Auch die jüdische Geschichte Sachsens spielt eine zentrale Rolle.

Während des Nationalsozialismus wurden jüdische Menschen verfolgt, entrechtet und ermordet. Das Festival erinnert an ihre Schicksale. Ohne Distanz. Ohne leere Worte.

Besonders spannend: Musik jüdischer Komponistinnen wird aufgeführt und eingeordnet. Besucherinnen und Besucher entdecken zudem Gedenkorte entlang der Via Regia und erfahren, welche Geschichten sich dort verbergen.

Die Via Regia bedeutet übersetzt „Königliche Straße“. Sie zählt zu den ältesten und längsten Landverbindungen zwischen Ost- und Westeuropa.

Über Jahrhunderte brachte sie Menschen, Sprachen und Ideen zusammen. Heute verbindet sie acht Länder.

Genau diese Bewegung greift das Festival auf.

Es führt durch Sachsen. Es öffnet Türen. Und es macht jüdische Kultur sichtbar – vielfältig, nah und voller Klang.

By Ilja Schneider

Ich heiße Ilja Schneider und arbeite bei homies in Berlin. Meine Schwerpunkte sind lokale Nachrichten, Gesellschaft und neue Trends. Besonders interessieren mich spannende Geschichten aus Neukölln und Kreuzberg. Auch Mode und Musik in Berlin finde ich wichtig. Ich habe Journalismus an der FU Berlin studiert und 2019 meinen Abschluss gemacht. Danach habe ich ein Praktikum bei einer Berliner Zeitung gemacht. Seit 2021 arbeite ich bei homies. Mir macht es Spaß, Menschen und ihre Alltagsgeschichten vorzustellen. Email: [email protected]

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