Die Orsons – Wie ihre Grille wieder Schwung in die Kiste bringt

Die Orsons überzeugen seit über 10 Jahren die Hip Hop-Welt. Von ihren Anfängen, Tourneen mit Kool Savas, Label-Verträgen, Bundesvision Song Contest-Auftritten, Anzeigen und vielen Releases. Der musikalische Werdegang der Band im homies: Spotlight!
Die Orsons

Die Orsons traten erstmals 2006 auf dem Mixtape “Als Wär’s Das Album” des Stuttgarter Duos Maeckes & Plan B in Erscheinung. Für dieses nahmen Maeckes, Plan B, Kaas und Tua den Titel “Orsons kleine Farm” auf.

Auf dem nachfolgenden Debütalbum von Maeckes & Plan B alias Bartek ist ein weiterer Titel des Quartetts zu hören. Das Stück „Orsons große Scheune“ entstand, nachdem Tua bei dem Label Deluxe Records und Kaas bei Optik Records unter Vertrag genommen worden waren.

Im Mai 2008 folgte erstmals eine gemeinsame Tour der Musiker unter dem Namen “Fast Wie Las Vegas-Tour”.

In 4 Tagen zum Debütalbum

In nur vier Tagen produzierten Die Orsons ihr Debütalbum “Das Album” mit Songs wie “Die Orsons in der Dorfdisko”, “Die Orsons baden im Weiher”, und “LetsBananaHollaDanceWoosh”. Ein gesamtes Debütalbum als Parodie auf die komplette Szene gespickt mit Insider-Jokes.

Lob, Kritik und Album Nummer zwei

Das Album polarisierte stark, Deutschrap reagierte allergisch, die Hooligans of Love frenetisch. So vergab zum Beispiel Laut.de dem Album in einer Kritik lediglich zwei von möglichen fünf Bewertungspunkten, während das Hip Hop-Magazin Juice 4,5 von möglichen 6 Kronen verlieh.

2008 unterschrieb Rapper Kaas beim Stuttgarter Independent-Label Chimperator Productions, bei dem auch das Duo Maeckes und Plan B vertreten sind.

Nachdem, vor allem für alle Beteiligten selbst, überraschend großen Erfolg und Feedback des ersten Albums, begannen Die Orsons 2009 mit Album Nummer zwei „Die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Orsons“.

Ein Album über die Freiheit. Die Freiheit als Künstler, als Musiker, als Mensch. Die Freiheit zu tun und zu lassen, was man will.

Als Single-Auskopplung zum Album wurde das Video zum Song „Souljah Boy„, ein Remake des Titels “Turn My Swag On” von US-Rapper Soulja Boy, veröffentlicht.

Verschiedene US-amerikanische Internetseiten verwiesen auf den Song und Soulja Boy stellte das Video sogar auf seinen YouTube-Channel. Indie-Chart-Erfolge und Radioplays auf Hot97 folgten.

Die Orsons auf Tour

Im Oktober 2009 gingen Die Orsons erstmals auf “Aqua Robot Tour 2009”-Tournee mit Auftritten in acht verschiedenen Städten. Für sechs Städte hatten Die Orsons je eine Vorgruppe gesucht, wofür man sich vorab bewerben konnte. In Stuttgart wurde die Vorband mit Olli Banjo, in Köln vom Duo Huss und Hodn besetzt.

Ende 2009 spielte die Band als Vorband von Fettes Brot auf deren Tournee. 2010 folgte die “11 Jahre Chimperator”-Tour mit Kodimey und Vasee.

Von April bis Mai 2010 bildeten Kaas, Maeckes, Tua und Plan B erneut die Vorgruppe für zehn Konzerte der Hamburger Hip Hop-Gruppe Fettes Brot.

Im Juli 2011 erhielt die Gruppe einen Vertrag beim Major-Label Universal Music.

2012 traten Die Orsons als Vorband von Herbert Grönemeyer auf dessen Tournee “Schiffsverkehr” durch Deutschland, Österreich und Luxemburg auf. Zudem waren sie von März bis April zusammen mit Kool Savas, Olli Banjo, Laas Unltd., Moe Mitchell und Buddy Ogün unter dem Motto “Die Liga der außergewöhnlichen Mcees” auf Konzert-Tournee.

Horst & Monika

2012 nahmen Die Orsons gemeinsam mit Rapper Cro das Lied “Horst & Monika” auf. Es erzählt die wahre Geschichte des ehemaligen NPD-Mitglieds Horst Strub, der durch eine geschlechtsangleichende Operation zur Frau wird und als Monika Strub für die Partei Die Linke bei den baden-württembergischen Landtagswahlen 2011 antrat.

Die Aktion Transsexualität und Menschenrecht sah im Musikstück ein „Spottlied über transsexuelle Menschen“, das die Gefühle vieler Betroffener und die Persönlichkeitsrechte der im Lied besungenen Monika verletzt habe, woraufhin sie Strafanzeige stellten.

Das Lied wurde dann trotz des gestellten Antrags auf Unterlassung als saarländischer Beitrag zum Bundesvision Song Contest 2012 ausgestrahlt. Am gleichen Tag des Bundesvision Song Contest 2012 wurde auch ihr drittes Album “Das Chaos und die Ordnung” veröffentlicht, mit dem Die Orsons kurze Zeit später auf erfolgreiche “Das Chaos und die Orsons”-Deutschlandtour ging. Das Album stieg auf Platz 12 der Charts ein, die Tournee wurde im Januar fortgesetzt.

Die Orsons auf Tour

2012 nahmen Die Orsons gemeinsam mit Rapper Cro das Lied “Horst & Monika” auf. Es erzählt die wahre Geschichte des ehemaligen NPD-Mitglieds Horst Strub, der durch eine geschlechtsangleichende Operation zur Frau wird und als Monika Strub für die Partei Die Linke bei den baden-württembergischen Landtagswahlen 2011 antrat.

Die Aktion Transsexualität und Menschenrecht sah im Musikstück ein „Spottlied über transsexuelle Menschen“, das die Gefühle vieler Betroffener und die Persönlichkeitsrechte der im Lied besungenen Monika verletzt habe, woraufhin sie Strafanzeige stellten.

Das Lied wurde dann trotz des gestellten Antrags auf Unterlassung als saarländischer Beitrag zum Bundesvision Song Contest 2012 ausgestrahlt.

Am gleichen Tag des Bundesvision Song Contest 2012 wurde auch ihr drittes Album “Das Chaos und die Ordnung” veröffentlicht. Ein Album, das schon im Titel beschreibt, wie sich der harte Kampf gegen und mit den anders mahlenden Major-Mühlen angefühlt hat und gleichzeitig mit „Rosa, Blau oder Grün“, „Zambo Kristall Merkaba“ oder „Vodka Apfel Z“ einige Hits aufzuweisen hatte.​

Das Album stieg auf Platz 12 der Charts ein und folgte mit in einer “Das Chaos und die Orsons”-Deutschlandtour.

What's Goes

2015 folgte dann mit „What’s Goes“ das bis dahin beste Album der Die Orsons, welches direkt auf Platz 2 der deutschen Charts einstieg. Ein Album das Die Orsons perfekt wiederspiegelt: schlau, musikalisch, cool, witzig, nachdenklich, liebevoll, zynisch, absurd, ehrlich – und vor allem: einzigartig.

Im Dezember 2017 wies das Landgericht München I eine Klage gegen Die Orsons wegen einer vermeintlichen Persönlichkeits- und Urheberrechtsverletzung ab. In dem Song “Schwung in die Kiste” hatte die Gruppe ein Sample mit der Stimme einer Schaustellerin verwendet. Das Gericht urteilte, dass die Wortfolge „Ja und jetzt, jetzt bring ma wieder Schwung in die Kiste, hey ab geht die Post, let’s go, let’s fetz, volle Pulle, volle Power, wow, super!“ mangels Schöpfungshöhe kein geschütztes Werk im Sinne des § 2 Urheberrechtsgesetz darstellt.

2019 wird alles neu und noch schöner!

Im Sommer 2019, passend zur Hitzewelle, folgte dann der nächste Geniestreich der Band: Die Orsons kündigten ihr neues Album „Orsons Island“ an und überzeugen seit ihrem ersten Release „Grille„. Darauf folgten die beiden Ohrwürmer „Dear Mozart“ und „schneeweiß„. Wahnsinn, Unendlichkeit, Beine, 20km Reise, ein Bartek, der nicht raucht – alles neu eben!

Die Orsons

Genre: Hip Hop
Mitglieder: Maeckes, Bartek, Tua, Kaas
Herkunft: Österreich, Deutschland, Polen
Gründungsjahr: 2007

Titelbild Credit: ©Monica Menez

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