Callejon – Deutschrap trifft auf Heavy Metal – Sido, Bausa, Rin, K.I.Z. & Co!

Mit ihrem Heavy Metal/Deutschrap Crossover 2.0 drehen die Düsseldorfer Callejon die deutsche Musikwelt ein Stück weiter. Wir zeigen euch die Geschichte von Callejon in musikalischer Reihenfolge im homies: Spotlight!
Callejon

Die Spanisch-Kenner unter euch dürften “Callejon” schon einmal gehört haben, denn der Begriff kommt aus dem spanischen und bedeutet “Enge Gasse”. Jedoch kommt eine der innovativsten und Grenzen-übergreifenden deutschen Rock/Metal-Bands nicht aus dem Land im Süden, sondern aus dem eher konservativen Düsseldorf.

Shouter Bastian Sobtzick, die beiden Gitarristen Bernhard Horn und Stefan Vohberger, Basser Sebastian Gallinat und Drummer Sven Wasel gründen Callejon 2003 in Köln. Im selben Jahr legen sie ihr erstes Demo vor, auf dem sie sich musikalisch weitgehend im Metalcore bewegen.

Nachdem sie sich im Underground mehr und mehr einen Namen machen, legen sie Anfang 2005 über My Favourite Toy Records ihre „Chronos„-EP nach.

Willkommen im Beerdigungscafé

Ihr Debütalbum “Willkommen im Beerdigungscafé” veröffentlichten Callejon im Juli 2006. Mit Thomas Buschhausen und Thorsten Becker wurde die Besetzung bis Ende 2007 komplettiert. 2007 ging die Band erstmals auf dreiwöchige Tour, um ihr Debütalbum zu promoten.

Anschließend unterschrieb die Band einen Vertrag beim Laben Edition TAKK, welches mit SONY/ATV Music Publishing Germany verknüpft ist. Die Band veröffentlichte die “Fauler Zauber Dunkelherz”-EP, ging auf Wintertour und ersetzten Schlagzeuger Sven Wasel mit Bodo Stricker.

2008 unterschrieb die Band einen Vertrag beim Label Nuclear Blast Records, welches von Musikproduzenten und Deutschrap-Wegbereiter Markus Staiger (Gründer des legendären Musik Cafés Royal Bunker Berlin) gegründet wurde.

Porn from Spain - Metal trifft auf Deutschrap

Im November 2008 veröffentlichten Callejon ihr erstes Album “Zombieactionhauptquartier”unter neuem Label. Auf dem Album befindet sich unter anderem der Song “Porn from Spain”, auf dem Nico von K.I.Z den Rap-Part übernimmt.

Die Zeitschrift “Orkus” zeichneten Callejon und ihr Album „Zombieactionhauptquartier“ zum Newcomer des Monats. In der Rezension hieß es, das Album verbinde „den Wahnwitz von Die Ärzte mit tonnenschwerem Metal-Groove.“

Im Zusammenhang mit dem Album wählte die Band Zombiecore als Genre. Dieser Begriff bezieht sich hauptsächlich auf die Inhalte und Texte, für die sich die Band von Zombie-literatur- und -filmen, aber auch der Atmosphäre eines als gruselig empfundenen Gebäudes inspirieren ließ, in dem die Band während der Aufnahmen in Hamburg untergebracht war.

Videodrom

Am 26. März 2010 veröffentlichte die Band ihr drittes Album “Videodrom” und stieg auf Platz 31 der deutschen Albumcharts ein. Als Inspiration für das Album diente der Film Videodrome von David Cronenberg. Für die Aufnahmen wurde wie bei “Willkommen im Beerdigungscafé” und “Fauler Zauber Dunkelherz” auf Produzent Andi Vieten zurückgegriffen.

Im August 2010 starb Sebastian Gallinat, Bassist der Band im Alter von 26 Jahren. Genauere Angaben zum Tod wurden nicht gemacht.

Anschließend trennte sich die Band vom bisherigen Label Nuclear Blast Records, ohne nähere Gründe zu nennen.

Im Sommer 211 ging Callejon auf “Diese Tour macht betroffen“-Tour. Während der Tour und auf verschiedenen Festivalauftritten im Jahr 2011 vertrat Christoph Koterzina (Kotsche) erstmals Thomas Buschhausen an der Gitarre, bis er diesen komplett ersetzte, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage war, seinen Part als Gitarrist zu erfüllen.

Am 15. Juni 2012 erschien ihr Album „Blitzkreuz“. Es stieg auf Platz neun der deutschen Album-Charts ein und markierte damit den bis dahin erfolgreichsten Release der Gruppe.

Im November 2012 brach die Gruppe ihr Konzert in der Live Music Hall in Köln-Ehrenfeld ab, nachdem Deckenteile auf Zuschauer herabgestürzt waren. Elf Personen wurden leicht verletzt. Der Gig war Teil der „Blitzkreuz“-Tour, die an diesem Abend ihren Abschluss hätte finden sollen.

Man Spricht Deutsch

2013 veröffentlichte die Band das Coveralbum “Man Spricht Deutsch” unter ihrem Pseudonym Kallejon. Darauf finden sich unter anderem Features mit K.I.Z und Bela B., sowie Coversongs von “Major Tom”, “Hier kommt Alex”, “Ein Kompliment”, “Durch den Monsun”, “Mein Block”, und “Schwule Mädchen” wieder.

Am 25. März 2013 waren Callejon Teil der Prosieben Sendung Circus HalliGalli, bei der sie im Laufe der Show diverse Kurzauftritte hatten.

Die Gruppe spielte auf mehreren bekannten Festivals, darunter dem With Full Force und dem Wacken Open Air.

Im Februar 2014 war die Band als Vorgruppe für Bullet for My Valentine auf deren Europa-Tour durch Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Italien, Österreich, Schweiz, Tschechien und Polen mit am Start.

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Mitte Januar 2015 erschien mit “Wir sind Angst” das Nachfolger-Album von “Blitzkreuz„. Dem Release folgte eine Deutschland-Tour mit Annisokay und Vitja, die 15 Konzerte umfasste.

Während dieser Tour zeichnete die Band ihr erstes Livealbum auf. Es trägt den Titel “Live in Köln” und wurde im November 2015 veröffentlicht.

2017 folgte mit “Fandigo” ihr nächstes Album.

2018 veröffentlichte Callejon vier Cover-EPs von vier Deutschrap-Songs: “Palmen aus Plastik” (Bonez MC, RAF Camora), “Von Party zu Party” (SXTN), “Was du Liebe Nennst” (Bausa) und “Urlaub fürs Gehirn” (K.I.Z), sowie den dritten Nachfolger von “Porn from Spain” mit “Porn from Spain 3 (feat. K.I.Z und Ice-T)„.

Hartgeld im Club

Anfang 2019 veröffentlichen Callejon ihr Album „Hartgeld Im Club„, auf dem neben elf Coversongs auch eine Kollaboration mit Pilz und Antifuchs, sowie der dritte Teil ihrer „Porn From Spain„-Reihe ( mit Ice-T und K.I.Z.) stehen.

Auch hier finden sich bekannte Songs aus allen Genren wieder. Unter anderem “Willst du”, “Kids (Finger an den Kopf)”, “Ich rolle mit meim Besten” und “Türlich, türlich”.

Mit ordentlich Hartgeld in den Taschen gehts anschließend auf Clubtour quer durch ganz Deutschland.

Callejon

Genre: Heavy Metal
Mitglieder: Bastian, Thorsten, Bernhard, Christoph, Maximilian
Herkunft: Düsseldorf
Gründungsjahr: 2002

Titelbild Credit: ©Callejon

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