new homies: An Exciting Kind Of Average – Rapper & Producer aus Wien

Lukas aka An Exciting Kind of Average ist Rapper und Producer, der mit seiner Musik eine Brücke zwischen Hip Hop, Trap und Alternative Musik schlägt. Mehr zu dem Künstler mit brasilianischen Wurzeln, erfahrt ihr im new homies: Interview.
An Exciting Kind Of Average

An Exciting Kind Of Average

Name: Lukas Eggers Gorab
Wohnort: Wien
Herkunft: Sao Paulo, Brasilien
Genre: Rap, Trap

Ich persönlich würde meine Musik als eine Mischung aus Trap und Alternative, auch oft mit Inspiration von Psychedelic Rock, beschreiben. Obwohl die meisten Texte auf Englisch sind, sind auch manchmal Verse auf Portugiesisch und Deutsch zu hören. Die Gitarre als Haupt-Harmonieinstrument ist auch ein wichtiges Merkmal (bin schon über 10 Jahre Gitarrist). Ausserdem sind alle Beats von mir selbst produziert.

An Exciting Kind Of Average

Dein Weg zur Musik?
Mit 9 Jahren habe ich angefangen Akustische Gitarre zu spielen und mit 11 habe ich eine E-Gitarre bekommen. Mit 14 Jahren war ich zum ersten Mal in einer Band, aber es war nie etwas sehr ernstes. Als ich nach Wien gezogen bin, kam ich in eine Musikschule rein und habe gelernt mit DAWs zu arbeiten. Dann fing das Beat produzieren an.

Wer oder was inspiriert dich am meisten?
Für Instrumentals und Beats: Generell Musik (Etwas Neues und Interessantes hören), aber manchmal auch Geräusche, die ich höre & mir dann denke: „Damit könnte ich etwas anfangen“
Für Texte: Mein Leben und eigene Erfahrungen

Diese 3 Songs laufen aktuell bei dir rauf und runter:
Smino – Trina
The Wombats – Moving to New York
EARTHGANG ft. Young Thug – Proud Of U

Was war dein erstes Album, dass du dir selber gekauft hast?
Genau kann ich mich nicht erinnern, aber entweder Paranoid von Black Sabbath oder irgendein Beatles Album

Wie sieht der Entstehungsprozess deiner Songs aus?
Meistens beginne ich mit einem selbst gemachtem Loop auf der Gitarre. Ich versuch auch manchmal mit anderen Instrumenten anzufangen wie Synths, Klavier oder sogar Drum-Samples.
Nachdem ein Beat alle Grundelemente hat, fang ich mit Texten an. Wenn mir nichts einfällt, arrangiere ich die Beats bis sie fertig sind und schreib dann nur, wenn ich Lust habe bzw. inspiriert bin.

Mein musikalischer Traum ist…
…von der Musik leben zu können und meine Musik so vielen Leuten zu zeigen wie es geht

Mit diesen Künstlern würde ich gerne mal zusammenarbeiten.
Die Liste ist sehr sehr lang, aber hier sind ein paar:
Travis Scott, Ufo361, RIN, Funkvater Frank, Credibil, Smino, Saba, Noname, Vic Mensa, Tobi Lou, Kenny Beats und The Black Keys

Auf welchen Festivals möchtest du unbedingt noch spielen?
FM4 Frequency Festival und splash! Festival

Welche Rolle spielt Social Media in deinem Leben?
Ich benutze Social Media, damit ich meine Musik promoten kann, aber um ehrlich zu sein, find ich es oft etwas mühsam. Ich arbeite halt sehr lang und intensiv an Musik, Videos und Ästhetik und dann wenn es ums Promoten geht, bin ich da nicht immer so selbstsicher. Ich bin generell eher zurückhaltend was Social Media angeht, was leider etwas kontraproduktiv ist, aber es fühlt sich für mich nicht normal an, alle meine Sessions oder generell mein Leben in 15-Sekunden Abschnitte zu filmen und zu posten. Aber oft versuch ich einfach etwas mehr zu tun, weil es sich dann in mehr Reaktionen, Streams usw. spiegelt.

Deine aktuelle Meinung zur heimischen Musikszene und welche Bands feierst du privat?
Also bis jetzt war ich generell etwas zurückhaltend was die Szene „zu betreten“ angeht, weil meine Musik eher eine Brücke zwischen Genres ist und dass diese deswegen von den meisten nicht „anerkannt“ wird.

Ich finde es sehr beeindruckend und eigentlich auch unerwartet, dass Deutschrap heute so groß ist und so viel Einfluss auf die internationale Musikszene hat. Wenn man über die Hip Hop-Szene in Österreich & Deutschland redet, gibt es meiner Meinung nach eine sehr große Masse an Rapper, die praktisch dasselbe machen und (meiner Meinung nach) keine wirkliche Identität als Künstler oder Kreativität zeigen. Doch die, die dann ihren eigenes Sound finden, feiere ich echt: OG Keemo, RIN, Ufo361, Kelvyn Colt, Credibil und aus Österreich Mavi Phoenix, BIBIZA und Peng finde ich alle sehr nice!

In meiner Rotation sind auch Brasilianische Rapper wie Sintese und Sant. Grime habe ich früher auch sehr oft gehört. Da waren Kano, JME und Giggs für mich die Besten. Ich höre ausserdem auch sehr viel Rock Bands, da ich vor Hip Hop fast nur Rock gehört habe. Bands wie The Who, Soundgarden, Audiosalve, Alice in Chains, Oasis, Black Keys sind ein paar, die ich regelmässig höre.

Welches Lied wäre dein Einzugslied zu einem Boxkampf?
Auch eine sehr schwierige Frage. Meine Antwort wäre Kings Never Die oder Lose Yourself, beide von Eminem. Vielleicht aber auch Faust oder Otello von OG Keemo.

Always/Never

Always/Never ist ein Song von meiner EP Vienna V(o)ices, und ist einer der wenigen Upbeat und energetischen Songs, die ich bisher veröffentlicht habe. Eine sehr minimalistische Nummer was Produktion angeht.

The 101st

The 101st ist der letzte Song von derselben EP, und ist ein „Love Song“ auf meine Art: Trap Beat, Gitarren Chords und eher kryptische Lines

Easy As That

„Easy As That“ ist einer der spontansten Songs aus meinen Repertoire. Der Gitarren-Loop entstand aus einem Random Sample von einem Freund während einer Session und alle andere Bestandteile des Beats wurden dort in 20 Minuten programmiert. Als ich dann nach Hause kam, fielen mir die Bars ein und der Song war in ein paar Takes fertig.

Titelbild Credit: © An Exciting Kind Of Average