Lou Asril über seine neue EP „louasril“, die österreichische Musikszene, Sex und Empowerment | homies: Interview

Lou Asril hat mit gerade mal 20 Jahren schon einiges erreicht: Gerade hat der junge Musiker seine Debüt-EP "louasril" veröffentlicht und gilt schon jetzt als neues Soul und RnB-Wunder Österreichs. Im homies: Interview spricht er über seinen musikalischen Ursprung, die österreichische Musikszene und über die Themen, die seine Musik beeinflussen.
Lou Asril Interview

Erstmal vielen Dank für das Interview! Zum Einstieg der Klassiker: Du bist zwar noch recht jung, blickst aber bereits auf eine jahrelange musikalische Karriere zurück. Wie bist du zur Musik gekommen und wie wurde aus Lucas Riel „Lou Asril“?
Danke auch!! 🙂 Hab schon sehr früh Kontakt mit Musik gehabt, meine Eltern arbeiten beide hauptberuflich als MusikerIn, darum war immer schon Mukke in meinem Umfeld. Hab dann mit 9 begonnen Klavierunterricht zu nehmen und mit 11 probiert, die ersten Songs mit Gesang zu schreiben, durch verschiede Freundeskreise und die Schulwahl (Popular- und Computermusikzweig am BORG in Linz) hat sich mein musikalischer Horizont immer mehr geöffnet und diese Einflüsse finden sich in Lou Asril wieder.

2020 bist du für den Alternative Amadeus Award nominiert. In Österreich scheint RnB vor Lou Asril lange nicht wirklich existiert zu haben. Wo nimmst du deine Inspiration her?
Musikalisch auf jeden Fall von anderer Musik, die ich über die letzten Jahre gehört hab. Viel old-RnB, 2000 Pop, Hip Hop und vieles mehr, thematisch ist alles autobiografisch und ich nehme die Inspiration von meinen Gedanken, Erlebnissen und Gefühlen.

Am 13.03.2020 erscheint an deinem 20.ten Geburtstag deine erste EP „louasril“. Hast du eine spezielle Routine beim Songwriting und haben dich spezielle Themen besonders beeinflusst?
Routine beim Songwriting hab ich keine. Ich habe Abwechslung und Veränderung sehr gern, so auch im Schreibprozess.
Themen, die mich über diesen Zeitraum besonders beeinflussten waren, Selbstfindung, -liebe, -akzeptanz und Sex.

In deiner Musik geht es häufig um Empowerment und Selbstliebe. Gerade in deinem Song „Friek“ setzt du ein Zeichen und ermutigst jeden dazu, er selbst zu sein. Könntest du dir Lou Asril in Zukunft auch als politischen Künstler vorstellen?
Puuhhhh das weiß ich nicht, zurzeit nicht, jetzt eher emotional und persönlich. Was in der Zukunft passiert kann ich euch dann erzählen 🙂 

Mit deinen RnB Sounds rüttelst du die österreichische Musikszene ganz schön auf. Konsumierst du selbst österreichische Musik? Was würdest du dir in Zukunft von der österreichischen Musikszene wünschen?
Ich höre selten österreichische Musik, aber manchmal doch wie zum Beispiel „Gazelle & The Bear„.
Wünschen tu mich mir noch mehr bunt als sie eh schon ist!

In der heutigen Zeit werden Musiker häufig nicht mehr nur als Künstler, sondern vielmehr als Gesamtkunstwerk gesehen. Wie gehst du mit dem Druck den Instagram und Co. auslösen können um und welche Plattformen nutzt du privat?
Ich sehe Instagram und Co. als ein Arbeitstool, mit dem ich meine Kunst verbreiten kann, mehr nicht. Privat nutze ich nichts, außer WhatsApp.

Mit 17 Jahren nach Los Angeles, mit 20 Jahren die erste EP. Jetzt mal groß gedacht: Wohin träumst du dich in den nächsten zwei Jahren?
Hoffentlich in einen gesunden Schlaf.

Ich bin Lou Asril und ich…
kann sehr viel essen
bin zufrieden
habe Lust am Leben
spiele gern
will mehr Mukke machen

Vielen Dank für das Interview!
Dankeeee auch!! 🙂

Titelbild Credit: ©Alex Gotter