KID DAD kündigen mit „A Prison Unseen“ ihr Debütalbum „In A Box“ an

Zwischen Alternative Rock, Grunge und Emo liefern KID DAD ein beeindruckendes Soundspektrum ab! Nun kündigen die vier Jungs aus Paderborn mit "A Prison Unseen" ihr Debütalbum "In A Box" an.
KID DAD A Prison Unseen

Wie geht es eigentlich Schrödingers Katze? Die sitzt da in ihrer Kiste, ist gleichzeitig lebendig und tot, und weiß eigentlich gar nicht, wie ihr geschieht. Der erste Reflex, wenn man sich vorstellt, allein in so einer Kiste eingesperrt zu sein, ist für viele wohl Angst – vor dem Alleinsein, vor der Enge, vor der Stille. Doch was wäre, wenn einem diese Isolation, diese vier Wände und die damit einhergehende Simplizität der Dinge eigentlich ganz gelegen käme? Wenn man sich nach eben dieser Abgeschiedenheit sehnt, und einfach mal in Ruhe nachdenken und in sich reinfühlen will.

Mit ihrem Debütalbum „In A Box“ haben KID DAD das berühmte Paradoxon vertont, auch wenn davon auszugehen ist, dass die berüchtigte Katze von Schrödinger bei den Aufnahmen nie überhaupt zur Sprache kam.

A Prison Unseen

„‚A Prison Unseen‚ ist ein Hybrid aus zwei verschiedenen Songs, denen jeweils das gewisse Etwas fehlte, welches wir dann letztendlich im jeweils anderen Stück fanden“, sagen KID DAD.

Der Song ist damit „das perfekte Beispiel für unsere Arbeitsweise und unseren Perfektionismus. Wir haben soviel ausprobiert, bis es zu dieser Symbiose kam, und wir wussten: das ist es jetzt!“ Es ist dem jungen Quartett hoch anzurechnen, dass ihre Songs trotz des idealistischen Ansatzes nie kalkuliert oder einfältig geraten.

Das Ergebnis des monatelangen Finetunings an „A Prison Unseen“ ist ein hochdramatischer Song, der in seinen knapp dreieinhalb Minuten ein beachtliches Spannungsfeld zwischen meterhohen Soundwänden, drückenden Synthbässen und atmosphärischen Gitarren-Delays beackert. Kleine Besonderheiten verraten immer wieder die Liebe zum Detail: so wird eine der prägenden Gitarrenlines im Song nicht herkömmlich gespielt, sondern entsteht durch ein absichtliches Verstimmen der Saiten.

Dieses ungestüme Soundgewand passt perfekt auf die intimen Texte von Sänger Marius: Kontroll- und Sinnesverlust werden in Kauf genommen, um dem inneren Druck irgendwie standhalten zu können. Vieth destilliert diese kleinen, depressiven Episoden glaubhaft und genauso, dass sie nie hoffnungslos erscheinen. „A Prison Unseen“ ist der ideale Song, um das Debüt „In A Box“ vorzustellen, das am 21.08.2020 über Long Branch Records erscheint.

Brachiales und Zerbrechliches reichen sich darauf die Hand. Das Quartett aus Paderborn ergründet auf ihrem ersten Album die Möglichkeiten einer Kiste – und die sind vielfältiger, als man auf den ersten Blick erahnen würde. „In A Box“ dokumentiert das Wachstum der Band in den letzten zwei Jahren: „Anfangs wollten wir nur Grunge machen. Jetzt sind wir zu Alleswollern geworden“ sagt Marius, und das hört man!

Titelbild Credit: © Max Zdunek