Berliner Newcomer Band Portmonee geben auf ihrem Debütalbum „404“ einen authentischen Einblick in ihre Lebensrealität | Album Release

Die Newcomer Band Portmonee zeigen auf ihrem Debütalbum „404“ ihre Emotionen in feinster deutschsprachiger Indie Manier. Tanzbar, direkt und mit viel Gitarre untermalt. Ein Biopic einer jungen Berliner Band verpackt in 13 Songs. Alle Insights gibts im homies: Release
Portmonee 404 Album Release

Fans mussten sich lange gedulden, um dieses Album endlich in die Hände zu bekommen, doch nach über 10 Jahren Bandgeschichte ist „404“ nun endlich da und bereitet sichtlich Freude.
Der Titelsong „Error/404“ zum Debüt gibt Aufschlüsse über den anfangs etwas kryptischen Albumnamen. Dahinter steckt die wohl bekannteste Fehlermeldung im Word Wide Web – Error 404 Not Found – oder um es mit den Wörtern von Portmonee zu sagen: „Wir sind jung, wir sind schön, wir sind nicht richtig hier“. Ein Song über die nie endende Suche nach einem selbst und nach der gemeinsamen Bandzukunft, ständig begleitet von Selbstzweifel und der eigenen Andersartigkeit. Das Gefühl, falsch zu sein und damit richtig zu liegen.

Von The Peters zu Portmonee

Vielleicht kommt einem der Track „Nightrider“ bereits bekannt vor, denn Portmonee ist zugegebenermaßen nicht ganz neu am Indiehimmel. Das berliner Sextett erspielt sich nämlich schon seit über 10 Jahren ihre kleinen und großen Bühnen. Damals noch als The Peters, doch seit Oktober 2018 nun als Portmonee unterwegs, denn auf Dauer teilt sich doch niemand gerne einen Vornamen. Frisch ausgestattet mit neuem Bandnamen, popup-records im Rücken und einem Debütalbum kann die Band nun richtig durchstarten.

Das Album selbst ist thematisch so breit wie die Lebensrealität sechs junger Berliner. Es behandelt die Liebe, die eigenen Abgründe genauso wie Gentrifizierung und die Scheinwelt auf Instagram. Themen, mit denen sich viele identifizieren können und Portmonee schafft es diese gekonnt als Hymen einer allgegenwärtigen Emotion zu vertonen mit der indirekten Aufforderungen diese auf Dauerschleife laufen zu lassen. In „Karma“ und „Zu viel Love“ findet auch das Gefühl der Wut genug Platz, doch immer sehr reflektiert und mit einem positiven Nachgeschmack.

Portmonee präsentieren sich auf ihrem Debütalbum „404“ authentisch, politisch und vor allem direkt. Den Songs erkennt man klar ihre Einflüsse und Vorbilder in der deutschsprachigen Indlielandschaft an und man kann gespannt sein, wohin der Weg hier noch führen wird. Es bleibt die Freude, dass sich die Band in all den Jahren nie selbst aufgegeben hat, denn wie es im Titeltrack heißt: „Eine Zukunft, die keiner sieht, ist eine, die keiner liebt“. So viel Ehrlichkeit kann nur eine blühende Zukunft bevorstehen. Die energiegeladenen Tracks warten nur noch darauf auf der Bühne das Publikum zu begeistern und zum Tanzen zu bringen, doch wegen Corona muss dies vorerst leider nur als online Releaseparty oder als kleine Akustikkonzerte in Berlin (14. 7.) und Hamburg (15. 7.) stattfinden.

Portmonee – „404” – Die Tracklist

Error/404
Wild Wild East
Rio
Karma
Très jolie
Zu viel Love
Heilig
Sonnenallee
Nightrider
Chili
Mick Jagger
Hin & Her
Unter Wasser

Titelbild Credit: © Kerem Bakir