Ben Saber über „Jolie“ & „Hops gegangen“, Social Media und über seine kommende Mini-EP mit The Cratez | homies: Interview

Ben Saber im homies: Interview über seine Songs "Jolie" & "Hops gegangen", Social Media und über seine kommende Mini-EP mit The Cratez.
Ben Saber Interview

Hi Ben, danke dir für das Interview.
Als Kind hast du mit dem Tanzen angefangen und erst dann deine Leidenschaft für Hip Hop entdeckt. Wie kam es zum Entschluss das Tanzen sein zu lassen und dich voll & ganz auf deine musikalische Karriere zu konzentrieren?

First things first: Danke für das Interview. Ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr seid gesund. Die Leidenschaft zu Hip-Hop hat schon mit dem Tanzen begonnen. Ich war Breaker und Freestyle-Dancer. Das ist eng mit der Hip-Hop-Kultur verbunden.

Ich hatte schon immer das Gefühl, dass ich ein Entertainer bin und nachdem ich viele amerikanische Dance-Hip-Hop Filme gesehen habe (wie z.B. „Step Up“, „Save The Last Dance“ oder „Take The Lead) war für mich klar, in welche Richtung es gehen sollte.

Ich wollte unbedingt in Clubs gehen und diese Vibes spüren. Deshalb habe ich mich schon mit 13, 14 von zu Hause rausgeschlichen und hab mich im Wiener Volksgarten reingeschummelt. Bei den Jucy-Veranstaltungen habe ich einfach Dance-Battles auf der Tanzfläche gestartet und alle zerstört. Hahaha.

Mit circa 16 Jahren ist mir das dann irgendwie unangenehm geworden im Club so richtig zu tanzen, weil ich gemerkt habe, dass einige das irgendwie lächerlich finden. Das habe ich nicht ganz verstanden. Aber auch schon zu dieser Zeit hatte ich irgendwie das Bedürfnis, im Club das Mic in die Hand zu nehmen und den Leuten als MC einzuheizen. Das hat ganz gut funktioniert, weil ich viel zu Hause geübt habe und auch schon erste Sachen als Rapper in einem Studio aufgenommen habe.
Mit der Zeit habe ich dann gemerkt, dass mir Singen mehr liegt und von da an habe ich mich voll und ganz auf die Sache fokussiert.

Wie beschreibst du deine Musik? Welche Elemente und Einflüsse vereinst du in ihr und wer inspiriert dich dabei?
Ich würde meine Musik als „Music for everybody“ beschreiben. Egal welche Altersgruppe, jeder kann dazu abgehen. Ich versuche verschiedenste Elemente wie R’n’B, Soul, Hip-Hop, Blues und Pop zu verbinden. Es haben mich mehrere Musiker aus diesen Stilrichtungen inspiriert. Da ist Michael Jackson, TuPac, Nate Dogg aber auch BB King dabei. Oder aus dem deutschsprachigen Raum Künstler wie Xavier Naidoo, Bushido oder Falco.

„Jolie“ – deine neue Single dreht sich um ein Mädchen ohne Regeln. Basiert der Song auf einer wahren Begebenheiten oder woher kam die Inspiration?
Jolie“ heißt auf Französisch „hübsch“. Und auch darum geht es in dem Song: Um ein hübsches Mädchen, das verheiratet ist und keine Regeln kennt. Der Song handelt von einer Geschichte, die mir beim Fortgehen passiert ist. Also gut zuhören ☺

Mit „Jolie“ hast du auch deine kommende Mini-EP angekündigt. Die Beats dafür kommen in Zusammenarbeit mit dem Producer Duo The Cratez, die unter anderem am Erfolg von Bausa’s „Was du Liebe nennst“ beteiligt waren. Wie wird der Sound deiner EP und was können sich deine Fans von ihr erwarten?
An dieser Stelle noch einmal Danke an The Cratez, dass ich diese Erfahrung sammeln durfte. Ich war in Raf Camoras Studio in Berlin und habe mit ihnen die zwei Songs meiner EP „Jolie / Hops gegangen“ (VÖ: 10.4.20) aufgenommen. Beim Track „Hops gegangen“ habe ich mich zum ersten Mal über eine Trap Nummer getraut. Primär singe ich ja auf Afro Dancehall Beats. Jetzt wollte ich aber auch einmal zeigen, dass ich vielseitig bin und dass es für mich keine Grenzen gibt.

Bei „Hops gegangen“ geht es um die Jungs, die mehr Profit machen wollen und sich damit in Schwierigkeiten bringen – wie z.B. mit Weed Geld zu machen um sich dann Materielles leisten zu können. Leider vergessen sie dann wie schnell es gehen kann und man im Gefängnis sitzt.

In deinen Songs finden sich öfters Wörter aus der Social Media Welt (Boomerang, Likes, WhatsApp, etc.) wieder. Welche Rolle spielt Social Media in deinem Leben und auf welchen Seiten außer Instagram, YouTube und Facebook bist du Privat unterwegs?
Ich versuche natürlich Wörter aus dem Alltag öfter in meinen Songs zu verwenden und Social Media hat unseren Alltag übernommen. Als Künstler und Sänger in der heutigen Zeit gehört das genauso dazu wie Texten, ins Studio gehen oder Musikvideos drehen.

Auch privat suche ich im Netz immer Sachen, die mit Musik zu tun haben. Hier gibt es für mich keinen Unterschied zwischen Ben Saber dem Artists oder Ben Saber der Privatperson.

Was war dein erstes Album, dass du dir selber gekauft hast?
Uff, hier muss ich ganz ehrlich sein … ich wollte mir schon in jungen Jahren Alben kaufen, das Problem ist aber, dass man mit 12, 13 noch kein eigenes Geld verdient. Und für meine Eltern war es nicht ganz verständlich, Geld für Alben „rauszuwerfen“. Also hab‘ ich mein erstes Album geklaut. Ich bin nicht stolz darauf, aber zumindest musikalisch war es eine gute Wahl: „History“ von Michael Jackson.

Titelbild Credit: © Valerie Logar