Asbjørn sprengt mit „Be Human“ erneut Gendergrenzen

Der dänische Musiker und Produzent Asbjørn gilt als Pop-Pioneer. Nach zwei erfolgreichen Alben und einer längeren Schaffenspause erscheint mit „Be Human“ ein von den Fans sehnlich erwartetes musikalisches Lebenszeichen. Die neueste Single ist nicht nur ein lyrisches Empowerment, sondern auch der erste Vorgeschmack auf das 2021 erscheinende Album.
Asbjørn Be Human

Der dänische Musiker Asbjørn hat sich in den letzten Jahren durch seinen typischen traurigen Pop-Sound in Verbindung mit ausdrucksstarken Botschaften in der Musikwelt einen Namen gemacht. Eine immer wiederkehrende Thematik dabei ist der Kampf gegen vorherrschende Genderstereotype. Dies setzt er nun mit seiner neuen Single „Be Human“ fort. Der Song entstand gemeinsam mit dem Streichensemble „WHO KILLED BAMBI“, die für ihre experimentellen und genreübergreifenden Arrangements bekannt sind und schon mit Musikgrößen wie Father John Misty oder Ane Brun zusammengearbeitet haben.

Asbjørn Tofdahl schlug schon früh den Weg hin zur Musikkarriere ein. Mit 13 Jahren veröffentlichte er bereits seine ersten eigenen Songs auf Myspace und mit 18 gründete er sein eigenes Musiklabel, auf dem seine bisherigen zwei Alben erschienen sind.
Musikalisch ist er einerseits durch den Musikgeschmack seiner Eltern und andererseits vom Einfluss der Popkultur geprägt. Schubert trifft Beyoncé – Classic meets Pop. Er ist ein Kind zweier Genrewelten und mit „Be Human“ stellt er dies abermals unter Beweis. Die neue Single erschien am 20. November als klassische, sehr reduzierte Version. Die akzentuiert gesetzten Arrangements aus Streichinstrumenten harmonieren mit der Stimme von Asbjørn und schaffen eine melancholische Atmosphäre. Das Besondere an diesem Song ist, dass er auch am kommenden Album, welches für 2021 geplant ist erscheinen wird, jedoch in einem tanzbaren und ganz Asbjørn typischen Popgewand.

Asbjørn konfrontiert auf dem Song textlich die allgegenwärtigen Genderstereotype und versucht diese aufzubrechen. Inspiriert wurde er dabei durch Geschichten und dem Feedback seiner Fans. In dieser Version klingt alles sehr verletzlich, da Zeilen wie „Can I just be human“ mehr als Fragen in den Raum gestellt werden und vermeintlich keine Beantwortung finden. Gespannt kann man also auf die musikalische Umsetzung der Popversion warten. Dennoch, es bleiben lyrische Statements, die einerseits Hoffnung geben, aber auch zum Nachdenken und laut werden anregen sollen. “I don’t care who you are, just who you wanna be. Boy, men, woman or girl, just be what comes naturally. If you don’t wanna be labeled make you own category, or you can just be human.”

Titelbild Credit: © Asbjørn