6 Songs über Empowerment & Selbstliebe mit My Ugly Clementine, Lizzo, Lylit & Co. | Sixtape

Wenn schon sonst keine Partys steigen, dann feiere eine für dich selbst. homies: haben die 6 passenden Empowerment- und Selbstliebe-Hymnen dazu.
Songs Empowerment Selbstliebe

Gähnende Leere im Terminkalender? Weit und breit kein Highlight in Sicht und auch sonst verspricht die nähere Zukunft eher mäßig Abenteuerliches? Vielleicht ist nun endlich mal die richtige Zeit, um sich – so ganz ohne FOMO oder andere Ablenkungen – mit sich selbst zu beschäftigen! Kein ausufernder Egotrip, nein, sondern lediglich höchst verantwortungsvolle Psychohygiene, die jeder/jedem von uns einmal guttut und die uns womöglich mit so einigen Erkenntnissen zurücklässt.

Im besten Fall mag man sich danach mehr. Im schlimmsten Fall – nicht. In beiden Fällen hilft es mit Sicherheit, sich Songs von Künstler*innen anzuhören, die Selbstliebe, Empowerment und Ermächtigung ganz großschreiben, denn auf dieses Gefühl wollen wir ja schlussendlich hinaus. homies: hat 6 große Empowerment-Hymnen für euch herausgesucht.

#1 My Ugly Clementine - The Good The Bad The Ugly

Der Titel des Debütalbums von My Ugly Clementine spricht schon mal für sich: „Vitamin C“ symbolisiert Empowerment und steht für einen wichtigen Glaubenssatz der Band, der konsequent in all ihren Songs spürbar wird: „be kind to yourself“.

In ihren Lyrics setzen die vier Ausnahmemusikerinnen neben Selbstakzeptanz und Empowerment auch stark auf das damit einhergehende Thema Gleichberechtigung, und geben einem dazu wunderbar ermächtigende Phrasen in die Hand, mit denen man ungleicher Behandlung und Objektivierung begegnen kann.

„So let me count all the times someone stares at me, only because I decide to wear my belly free / (…) I do believe we’re the same if there just is a heart / and if I want to, I will do so, don’t you mind my parts“My Ugly Clementine

#2 Lizzo – Juice

Was wäre eine Empowerment-Playlist ohne Lizzo’s „Juice“ – die wahrscheinlich eingängigste Self-Love Hymne der jüngsten Zeit: unverblümt wird einem gleich in der ersten Zeile die pure Selbstliebe entgegengeschmettert: „Mirror, mirror on the wall / Don’t say it, ‚cause I know I’m cute“. Body Positivity und Selbstakzeptanz sind die Begriffe der Stunde, unmissverständlich ausgedrückt in Zeilen wie diesen: “I was born like this, don’t even gotta try / I’m like chardonnay, get better over time”.

Doch da Eigenlob bekanntermaßen stimmt…äh stinkt, beschränkt sich Lizzo nicht nur auf Selbstliebe, sondern denkt dabei auch an andere: “If I’m shinin‘, everybody gonna shine“. Denn bekanntlich muss man ja zuerst sich selbst lieben, um andere – eh-scho-wissen…Also lasst uns doch alle UNS zelebrieren und dabei gemeinsam glänzen!

„No, I’m not a snack at all / Look, baby, I’m the whole damn meal“Lizzo

#3 Ezra Furman - Body Was Made

Wie der Titel schon andeutet ist Ezra Furmans „Body Was Made“ natürlich eine weitere Ode an Body Positivity und spricht dabei besonders die LGBTQ-Community an. In seiner (eindeutig siegessicheren) Kampfansage an alle konservativen und engstirnigen Kräfte in der Gesellschaft feiert er Gender Diversity und Selbstakzeptanz und knallt allen, die die Wichtigkeit der gesellschaftlichen Vielfalt noch immer nicht geschnallt haben, ein klares Freiheitsstatement entgegen:

„Your body is yours at the end of the day / And don’t let the hateful try and take it away / We want to be free, yeah, we go our own way / And my body was made“Ezra Furman

#4 Solange – Don’t Touch My Hair

Solange Knowles hat sich längst vom übermächtigen Schatten ihrer berühmten Schwester Beyoncé befreit und macht ganz einfach ihr eigenes, sehr artsy und mystisch-magisches Ding. „Don’t Touch My Hair“ ist eine klare Ansage gegen Rassismus und Diskriminierung, insbesondere jener von afro-amerikanischen Frauen, und ruft laut zur Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die persönliche Identität auf. Solange hat’s einfach raus, wie man elegant und queen-like seine Rechte einfordert. Eine meisterliche Lektion in Empowerment und Selbstliebe, eingebettet in sinnlich-sphärische Musik und ebenso fantastische Visuals.

„Don’t touch my hair / When it’s the feelings I wear“Solange

#5 Mira Lu Kovacs (ehem. Schmieds Puls) - Superior (Fuck You)

Mit dem Kampf gegen ungleiche Verhältnisse beschäftigt sich Mira Lu Kovacs auch in ihrer 2018 veröffentlichten Single „Superior (Fuck You)“, die Kampfansage im Songtitel gleich mal vorwegnehmend. Es geht um das Anprangern von toxischer Männlichkeit und was diese in Beziehungen auslöst, bzw. wie diese echte Gleichberechtigung leider ziemlich nachhaltig verhindert.

Mira Lu Kovacs tut dies wunderbar über-den-Dingen-stehend und lässt jegliche diplomatische und vorsichtige Ausdrucksweise mal geflissentlich beiseite – direkte Messages sitzen ja bekanntlich immer am besten. Es wird Zeit, sich aus ungerechten Geschlechterverhältnissen zu befreien und dem ein Gefühl der Erhabenheit entgegenzusetzen, was mal fürs erste mit einem dezent vorgetragenen „Fuck you“ gelingt. „And all your friends“, versteht sich.

„There is no elegance in your ignorance / That’s your fantasy about your virility / (…) I feel superior to you / I feel over you“Mira Lu Kovacs

#6 Lylit – Call Me Bad

Lylits erste Single-Auskopplung des 2019 erschienenen Albums „Inward Outward“ enthält eine klare Message, die davon erzählt, sich das Urteil anderer mal dezent hintenrum vorbeigehen zu lassen: „Call me bad“, im Sinne von: es könnte mir nicht wurschter sein, was du von mir denkst. Dabei geht es vor allem um den schlichtweg ungerechten Umgang mit Frauen in unserer Gesellschaft, die für gewisse Handlungen und Charaktereigenschaften anders bewertet werden als ihre männlichen Zeitgenossen.

Frau wird schnell einmal als „zickig“, „bossy“ oder „egoistisch“ abgestempelt, während Männer für ein- und dasselbe Verhalten gefeiert werden. Dieses leider noch immer weitverbreitete und sich schlichtweg jeglicher Logik entziehende Phänomen thematisiert die neue heimische Soul- und Neo-RnB-Queen Lylit und steuert somit eine wichtige Hymne gegen Sexismus und für die persönliche Freiheit und Unabhängigkeit bei.

„So I would take this rebel by her hand, and let her out on the street / cause I am me, I am me and you are your and, history needs to be far from repeat“Lylit

Titelbild Credit: © Hanna Fasching

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