Lylit – Die Soul Aurora aus dem Innviertel

Stell dir vor, du machst mit Leidenschaft Musik, darfst diese aber nicht veröffentlichen. Genau so ist es der in Wien lebenden Lylit in den letzten Jahren ergangen. Jetzt ist sie wieder frei! homies: sehen sich die österreichische Soul Aurora näher an.
Lylit

Musik spielt in Lylits Leben schon immer eine große Rolle. Im zarten Alter von vier Jahren entdeckt sie im Haus ihrer Nachbarn ein Klavier, beginnt darauf zu spielen und ist seitdem leidenschaftliche Pianistin. In Salzburg geboren, im ländlichen Oberösterreich aufgewachsen erhält Lylit zunächst ihre Ausbildung in klassischer Musik. Als sie mit zwölf Jahren zum ersten Mal Gospelmusik hört, ist es um sie geschehen. Sie gründet daraufhin einen Gospelchor, der unter ihrer Leitung erfolgreich Konzerte in ganz Österreich gibt.

Mit bereits 14 Jahren studiert Eva Klampfer klassisches Klavier an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Parallel dazu beginnt sie drei Jahre später ein Jazzgesangsstudium, das sie als Master Of Arts 2009 mit Auszeichnung abschließt.

Lylit kann auf eine lange Kompositionstätigkeit zurückblicken, da sie bereits im Alter von 15 Jahren Lieder für ihre erste Band On Wings To Kashmir schreibt, mit der sie 2002 den damals größten Bandwettbewerb Österreichs (Yamaha Band Contest) für sich entscheiden kann.

Der American Dream

2010 nimmt das Leben der Sängerin und Pianistin eine entscheidende Wendung: Es halt alles angefangen wie der klassische “American Dream”. Eva ging 2012 nach New York City, um für Kedar Massenburg, den früheren Boss von Motown Records, zu singen. Kedar erkannte ihr riesiges Potential und nahm die Innviertlerin prompt unter Vertrag. Damit reiht sich Eva hinter Soul-Legenden wie Erykah Badu, D’Angelo und vielen weiteren ein, die bereits mit Motown Records groß wurden. „Es hat alles begonnen wie ein Traum“, sagt Eva Klampfer später in einem Interview.

Lylit veröffentlichte 2 EPs (“Unexpected” schaffte es in die Top 10 der RnB-Charts), ihre Single “The Plan” wurde die iTunes Single Of The Week in den USA und zahlreiche Tourneen mit Joe, Keith Sweat und En Vogue durch Europa folgten. „Dann haben eigentlich die Schwierigkeiten angefangen“, erinnert sie sich. Massenburg ging pleite gegangen und lies seine Künstler nicht mehr aus ihren Verträgen.

2015 wird Lylits letzte EP “Unknown” gemeinsam mit Motown Records veröffentlicht. Es folgt eine ausgiebige Release-Tour durch Deutschland, Schweiz und Österreich, während die gleichnamige Single in Heavy Rotation auf zahlreichen Radiosendern in Österreich und Deutschland zu hören ist. Diese war jedoch nicht mehr das, wofür Lylit stehen sollte. Sie ging zurück nach Österreich, zog nach Wien und durfte vertragsbedingt drei Jahre lang keine Musik mehr herausbringen. Der American Dream platzte.

Doch auch während ihren drei Jahren im abseits war Eva nie wirklich weg von der Bildfläche. 2016 ist sie die Sängerin des „Licht ins Dunkel„-Kampagnensongs und tourt mit ihrem Gitarristen durch Vietnam. Im März 2017 bestreitet sie ein ausverkauftes Konzert im Radiokulturhaus Wien, bei dem sie ihrem Publikum ihr neues Programm vorstellt. Am 11. Mai des gleichen Jahres singt Lylit bei der Eröffnung der Wiener Festwochen vor rund 50.000 Besuchern. Der Auftritt besteht aus einer Eigenkomposition und einem Duett mit Conchita Wurst – beides wird von den Wiener Symphonikern begleitet.

Sie sang für Parov Stelar, arbeitete zusammen mit der Salzburger Band SK Invitational, veröffentlichte eine Single mit dem Wiener Musikproduzent Cid Rim und durfte für Tom Neuwirth alias Conchita Wurst sogar das komplette neue Album “Forward” schreiben.

Alles auf Neuanfang

2018 war Eva wieder frei – die Sperre vorbei. Sie veröffentlichte die Single “Blocks”, in der sie sich eindrucksvoll mit der neuen Rolle der Frau in der Gesellschaft beschäftigt: Lylit is back! “Won’t hide, won’t shy, won’t play”. “Blocks” ist auch zugleich die erste Single-Auskopplung aus ihrer “Aurora”-EP die 2019 erschien.

Aurora

Mit ihrer EP “Aurora“ definiert sich Lylit neu. Die EP enthält unter anderem die bereits veröffentlichten Singles „Blocks“ und „Overload“ aber auch zwei neue Songs „Me“ und „Over„. Ihre einzigartige Soul-Stimme trifft auf zeitgemäße Synthies und Drumcomputer – ein absolut stimmiger Pop-Entwurf entsteht, der bald auf Albumlänge ausgedehnt wird.

Call Me Bad

Ihr jüngster Release trägt den Namen “Call Me Bad” und ist ein Lied über Selbstbestimmung, über den Mut, dem eigenen Weg treu zu bleiben und nicht mit den Ideen anderer konform gehen zu müssen. „I do what feels right and if you want to call me bad, call me bad.“ Passend zu dieser großen, imposanten Hymne wurde das Video als One-Shot-Video im Kunsthistorischen Museum gedreht. “Call Me Bad” ist die erste Single-Auskopplung aus ihrem neuen Album “Inward Outward”.

Lylit

Genre: RnB, Pop
Mitglieder: Eva Klampfer
Herkunft: Innviertel, Oberösterreich
Gründungsjahr: 2002

Titelbild Credit: ©Lylit

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