Berlin in 6 Songs | Sixtape

homies: music & events zeigen euch sechs Songs, die zu Berlin gehören wie die Currywurst. Sixtape: Berlin in 6 Songs mit Kraftklub, Sido, Beatsteaks und Co.
Songs ueber Berlin
Kaum eine Stadt löst in den Menschen derartig viele Emotionen aus wie Berlin. Sie ist für viele Menschen eine Muse und Inspiration zugleich. homies: zeigen sechs Songs, die zu Berlin gehören wie die Currywurst. Sixtape: 6 Songs über Berlin.

#1 Endlich August - Das ist Berlin​

Die Berliner Morgenpost hat zusammen mit dem Musikprojekt „Endlich August“ der Hauptstadt DIE Hymne gewidmet. Kaum ein Song vermittelt die Vielfalt und die Gegensätze der Menschen Berlins besser als „Das ist Berlin“. Das Lied wurde extra für die neue Werbekampagne der Berliner Morgenpost komponiert und getextet.

Einmal um die Welt in weniger als zwei Stunden? In Berlin kein Problem. Kaum eine andere Stadt hat in ihrer Geschichte wohl so viel mitgemacht und kaum eine andere Stadt lebt das Thema Vielfalt so sehr wie diese, denn „Das ist Berlin„.

„Egal ob Atze oder Göre, ob Lady oder Gentleman.
Jeder Topf sein Deckel und Töpfchen auf sein Deckelchen.
Ja das ist Berlin.“
– Endlich August

#2 Ufo361 - Ich bin ein Berliner

Ufuk Bayraktar aka Ufo361 veröffentlicht 2016 auf seinem Mixtape „Ich bin ein Berliner“ seinen gleichnamigen Song und lädt gleich mal die Berliner Deutschrap Gemeinschaft Sido, Bass Sultan Hengzt, Crackaveli und BTNG auf seinem Remix ein.

Im Song geht der gebürtige West-Berliner auf John F. Kennedys berühmte Rede und Worte „Ich bin ein Berliner“ ein und kontert: „Scheiß‘ mal auf JFK – Ich bin ein Berliner“.

2019 kündigte Ufo361 via Instagram eine Fortsetzung mit dem Titel „Ich bin 4 Berliner“ an – wann diese erscheint, ist jedoch noch unklar.

„Ich bin ein Berliner
Scheiß‘ mal auf JFK – Ich bin ein Berliner“
– Ufo361

#3 Kraftklub - Ich will nicht nach Berlin​

Die Jungs aus Karl-Marx-Stadt zeigen in ihrem Song „Ich will nicht nach Berlin“ eine ironische und überspitzte Anti-Haltung gegenüber dem Hauptstadt Hype, den zu vielen Wichtigtuern und Hipstern Berlins.

Die Story hinter dem Song: Nach ihrer erfolgreichen EP „Adonis Maximus“ und ersten gewonnen Preisen, wurden die großen Labels auf Kraftklub aufmerksam und rieten zu einem Umzug von Chemnitz nach Berlin. Das wollten sie aber nicht. Daher gilt „Ich will nicht nach Berlin“ als witzige Ablehnung des Trends, unbedingt ins angeblich angesagte hippe Berlin zu ziehen. Frage zum Tag: Wird ein Gegentrend der zum Trend wird, zum Trend?

„Undercut und Jutebeutel, ich trinke Club Mate oder gibts den Café Latte auf mit Sojamilch? – I like!
Die große Frage: Schreibt mich irgendjemand auf die Gästeliste? – Eh, naja – Bitte, bitte bitte!
Doch auch wenn andere Städte scheiße sind..
Ich will nicht nach Berlin!“ – Kraftklub

#4 Beatsteaks - Hey Du

Was viele nicht wussten, der Ursprung des Songs „Hey Du“ stammt aus dem Musical Linie 1. Das Musical spielt in der Berliner U-Bahnlinie 1, welche damals im Westteil der Stadt zwischen den Bahnhöfen Ruhleben und Schlesisches Tor (Kreuzberg) verlief und dadurch verschiedene Bezirke mit unterschiedlichen Sozialstrukturen durchquerte. Ein Mädchen vom Lande kommt nach Berlin und bleibt auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen, einem Berliner Rockmusiker, auf der U-Bahn Linie 1 hängen, dem „Orient Express“ nach Kreuzberg. Im Laufe der Geschichte begegnen ihr verschiedene großstädtische Typen und deren Schicksale.

Marias Lied (Du bist schön, auch wenn du weinst) wurde 2002 von den Beatsteaks und später von Sido erfolgreich gecovert und schaffte damit den Durchbruch in die Charts.

„Ick will dir mal wat erzählen von mir.
Dit hab ick noch nie jemacht, außer bei dir.
Vielleicht bringt et ja wat. Ick kenn‘ dir ja nich.
Ick seh nur wie traurig du bist“ – Beatsteaks

#5 Peter Fox - Schwarz zu Blau

Peter Fox beschreibt auf seinem Debütalbum Stadtaffe im Song „Schwarz zu Blau“ seine Hassliebe zu Berlin, welche er einerseits hässlich findet, anderseits aber auch zum Atmen braucht. Im Lied werden Berlins schlechte Seiten unter die Lupe genommen und lyrisch untermalt. Ob die Hauptstadt wohl wirklich so trist und hässlich sei, ist besser jedem selbst zu überlassen.

2009 gewann Peter Fox mit „Schwarz zu Blau“ den deutschen Musikwettbewerb Bundesvision Song Contest mit überragenden 43 Punkten Vorsprung zum Zweitplatzierten Polarkreis.

„Guten Morgen Berlin. Du kannst so hässlich sein.
So dreckig und grau. Du kannst so schön schrecklich sein.
Deine Nächte fressen mich auf. Es wird für mich wohl das Beste sein.
Ich geh nach Hause und schlaf‘ mich aus.
Und während ich durch die Straßen laufe.
Wird langsam schwarz zu blau“
– Peter Fox

#6 Sido - Mein Block​

Die Single „Mein Block“ setzt sich mit dem Leben in der Berliner Großwohnsiedlung Märkisches Viertel (MV) im Bezirk Reinickendorf auseinander. Sido beschreibt seine Hochhaussiedlung als eine in sich geschlossene Parallelwelt, in der Sexualität, Drogenkonsum und -handel sowie Prostitution an der Tagesordnung stehen. Hört man auf die Gerüchteküche, wurden einige Szenen direkt in der Wohnung von Sido gedreht.

Mit der Veröffentlichung von „Mein Block“ wurde Aggro Berlin zum unangefochtenen Label Nummer 1, Bushido kapselte sich im Schatten Sidos ab und Deutschland erlebte eine Ghetto-Revolution.

„Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend.
Meine Straße, mein Zuhause, mein Block.
Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt, reicht vom ersten bis zum sechzehnten Stock.“ – Sido

Titelbild Credit: ©Philipp Gladsome

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